Dann pack ich mein Zeug´s mal zusammen!

Hallo in die Runde!

Ende 2017 hatte ich bereits intern verkündet, dass ich mit Ablauf der Saison 2017-18 meine Arbeit für die Spielgemeinschaft beenden werde. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Entschluss auch öffentlich zu verkünden.

 

Nach nunmehr 35 Jahren ehrenamtlicher Vorstandsarbeit für den Bremerhavener Basketball sind mir eine Menge Leute über den Weg gelaufen. Viele nur für einen begrenzten Augenblick. Aber genau diese Momentaufnahmen erweisen sich als die Schönsten, wenn Jahre später die ehemaligen Weggefährten über verschlungene Pfade wieder zueinander finden.

 

 Gerade hatten wir ein Treffen mit Spielern der ehemaligen 3. Herren zu Ehren von Joni Tussamba und seiner Familie. Joni musste vor 20 Jahren seine afrikanische Heimat verlassen und erreichte so Bremerhaven. Dann fand er hier die große Liebe und lebt seitdem in Chile. Der Besuch seiner Freunde und die Suche nach einem Basketballinternat für seinen Sohn bescherte uns ein unverhofftes Wiedersehen. Vielen Dank an Olli für die gelungene Organisation und an Toni für den leckeren Nachmittag in deinem Rodizio Luanda.

Um allerdings eine Randsportart in der Stadt dauerhaft zu verankern bedarf es einer Menge an Mitstreitern, die auch mit der Sache hier verwurzelt sind. Meine Vorstandskollegen Thomas, Andre und Marc, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei unseren Stammvereinen SFL und OSC  und vor allem aber Wolfgang Grube als Motor für den professionellen Basketball sind nur stellvertretend genannt. Habt bitte Verständnis dafür. Ich kann mich auf diesem Wege nicht bei allen persönlich bedanken, denn zu groß ist die Gefahr auch nur einen Namen unserer Unterstützer aus den eigenen Reihen, bei der Stadt, der Politik, den Basketballverbänden und ja selbst bei den Funktionären der anderen Sportarten in der Seestadt zu vergessen.

 

Wir Basketballverrückten haben viel für unseren Sport bewegt in dieser Zeit und ich glaube, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Mittlerweile kümmern sich hauptamtliche Mitarbeiter um die Zukunft des Bremerhavener Basketball. Der Eisbären e.V. entwickelt sich stetig und hebt seit drei Jahren die Ziele der Spielgemeinschaft mit einer professionellen Förderung der Kinder und Jugendlichen auf ein neues Level.

 

Für mich persönlich also ein guter Zeitpunkt, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen.

 

Ich sage „DANKE“ für die Zeit, die ich mit euch durch die Arbeit für die Basketball Spielgemeinschaft verbringen durfte. Meine ehrenamtliche Tätigkeit endet mit dem heutigen Tag. Meine Frau, meine Söhne, mein Enkel und mein Sofa freuen sich schon auf mich. 

 

Liebe Grüße an euch allen

 

Euer Jürgen


2. Regionalliga Nord: Shaladi-Team bezwingt die Hoppers mit 90:63

BSG-Herren schaffen den Klassenerhalt aus eigener Kraft

von Jürgen Bohne (19. April 2018)

 

Gut 100 Basketballfans konnte das BSG-Team  an ihrem letzten Arbeitstag in der Walter-Kolb-Halle begrüßen. Und die Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen, denn was folgte, war ein sportlich faires Match auf zeitweise hohem Niveau. Nach einer umkämpften ersten Hälfte drehten die Jungs von Majdi Shaladi nach der Pause mächtig auf und sorgten mit dem Sieg und dem siebten Tabellenplatz für einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Die Basketball-Gemeinschaft aus Halstenbek/Pinneberg war mit einer Empfehlung von drei Siegen aus den letzten vier Spielen in die Seestadt gereist. Damit war klar, dass den Hausherren kein entspannter Nachmittag ins Haus stand. Entsprechend konzentriert begannen die Bremerhavener und hatte sich nach wenigen Minuten einen kleinen Vorsprung herausgespielt (11:5, 5. Minute). Doch die Holstein Hoppers waren nicht angetreten, um die Punkte kampflos in Bremerhaven zu lassen. Die Schleswig-Holsteiner nutzten eine kurze Schwächephase der Hausherren und brachten sich wieder in Schlagdistanz (22:19, 10.).

 

Im zweiten Viertel dasselbe Bild. Die Heimmannschaft agierte und beschäftigte mit ihrem variablen Spiel die Gäste. Doch im Gegenzug leistete sich die Defense der BSG böse Schnitzer in der Zone, die wiederum die Hoppers zu einfachen Punkten einluden. Zudem mehrten sich die Fehlwürfe bei den Gastgebern und schon schmolz der kleine Vorsprung mit dem Pausenpfiff wieder auf vier Punkte zusammen (44:40).

Diesen 15-minütigen Break haben die Hausherren in der Kabine anscheinend gut genutzt, denn kaum zurück auf dem Feld, überrollten die Hausherren ihre Gäste. Innerhalb weniger Minuten erhöhten Aaron Cook, Arnau Triginer und Jonas Buss-Witteler auf 56:42 (25.). Auch in der verbleibenden Spielzeit ließ die Spielgemeinschaft den Hoppers keine Zeit zum Luftholen. Einzig André Herrmann steuerte noch fünf Punkte seiner insgesamt 17 Punkte in diesem Abschnitt für die Holsteiner bei (71:47).

 

Damit war der Drops zehn Minuten vor dem Ende gelutscht, denn die BG hatte nun auch nicht mehr den Willen dieses Spiel zu drehen. So durfte das Stammpersonal auf der Bank Platz nehmen und der Bremerhavener Nachwuchs bekam noch einige Minuten auf dem Feld. „Heute können wir erhobenen Hauptes aus der Halle gehen“, sagte ein sichtlich erleichterter BSG-Coach nach dem Spielende. „Von den kleinen Aussetzern zwischendurch mal abgesehen, haben die Jungs heute einen vorbildlichen Einsatz gezeigt und dadurch das Spiel auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Platz 7 war zwar vor der Saison nicht unser Anspruch, aber nach so viel Höhen und Tiefen in den vergangenen Wochen müssen wir mit diesem Ergebnis zufrieden sein.“

 

Für die BSG spielten: Ganiyu Awolola-Azumat (6 Punkte), Jonas Buss-Witteler (10, davon 1 Dreier), Aaron Cook (12, 2), Steffen Gorgas (6, 2), Yannik Kairies (2), Klavs Krastins (15, 3), Simon Macherski (7), Jordi Schröder Bosch (22, 1), Jannis Sonnefeld (2), Arnau Tringiner (8), Alireza Bashiri und David Behrje.


2. Regionalliga Nord: 1. Herren haben keine Mühe mit dezimierten Einfeldern

BSG hat Klassenerhalt jetzt selbst in der Hand

von Jürgen Bohne (10. April 2018)

 

Ein überschaubares Sechserpack stand Einfelds Coach Jens Winter beim letzten Spiel in eigener Halle personell zur Verfügung. Für das Bremerhavener Team, das sich in voller Besetzung nach Neumünster aufmachte, hielt sich dadurch die sportliche Herausforderung in Grenzen.

 

Das „Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen“ nutzte BSG-Coach Majdi Shaladi, um noch die Stellschrauben für den letzten Auftritt am kommenden Samstag in der Walter-Kolb-Halle zu justieren. Jeder Spieler bekam dazu genügend Einsatzzeit und entsprechend freizügig viel auch die Punkteverteilung aus.

Endstand 69:100 (18:28, 33:54, 42:71)

 

Für die BSG spielten: Ganiyu Awolola-Amuzat (2 Punkte), Alireza Bashiri (8), Jonas Buss-Witteler
(10), Aaron Cook (9), Steffen Gorgas (15), Yannik Kairies (4), Klavs Krastins (9), Simon Macherski (16), Jordi Schröder Bosch (18), Jannis Sonnefeld (1) und Arnau Triginer (8).

Kiel fast abgestiegen – Kronshagen, BSG und Halstenbek/Pinneberg kämpfen um die Plätze

 

Der Verlierer dieses Spieltages kommt aus dem hohen Norden. Durch die 63:83 Niederlage beim Bramfelder SV rutschen die Kieler Sharks auf den zweiten Abstiegsplatz (10) neben den TS Einfeld und haben damit wahrscheinlich ihr Schicksal besiegelt. Eine winzige Chance besteht zwar noch, aber ausgerechnet gegen den Regionalliga-Meister Eimsbütteler TV muss dann der Befreiungsschlag gelingen.

 

Spannend wird es allerdings noch um die Plätze 7 bis 9

 

Der TSV Kronshagen (Platz 9) konnte drei Viertel lang bei den Itzehoe Eagles mithalten (42:42), ehe dem TSV auf den letzten Metern die Puste ausging (49:63). Zeigt Kronshagen am Sonntag eine konstantere Leistung, wäre gegen den Bramfelder SV sicherlich eine Überraschung und damit eine bessere Platzierung möglich.

 

Das Spiel des Wochenendes findet allerdings in der Bremerhavener Walter-Kolb-Halle statt. Die Seestädter treffen dort auf eine wieder erstarkte  Basketballgemeinschaft Halstenbek/Pinneberg. Mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen starteten die Holstein Hoppers einen Run vom Abstiegsplatz Richtung Mittelfeld (Platz 7) und sind damit alle Sorgen los. Anders hingegen die Hausherren aus Bremerhaven. Mit derzeit Platz 8 und nur einem Punkt Vorsprung vor Kronshagen und Kiel darf sich das BSG-Team besser keinen Ausrutscher gegen den Tabellennachbarn erlauben. 


2. Regionalliga Nord: BSG-Herren verpassen „big point“ gegen den Tabellenführer

von Jürgen Bohne (27. März 2018)

 

Der 15:2 Run im letzten Viertel brachte den Eimsbütteler TV kurz ins Wanken (45:47, 37. Minute) - doch er fiel nicht. Mit einer Serie von Freiwürfen rettete sich der Spitzenreiter der 2. Regionalliga Nord in der Schlussminute noch über die Ziellinie (Endstand 51:56). Während die Hamburger mittlerweile ihre Meisterfeier planen können, beginnt für die BSG nun die crunch time um die Plätze zwischen Mittelfeld und Abstieg. 

„Durch den Sieg der BG Halstenbek/Pinneberg gegen die Kieler Sharks am vergangenen Wochenende sind wir auf den vorletzten Platz abgerutscht“, weiß BSG-Coach Majdi Shaladi um die Brisanz der noch ausstehenden Begegnungen.

 

Aber auch Platz 9 als Minimalziel sichert nicht automatisch den Startplatz für die nächste Spielzeit. Verzichten Bundesligamannschaften nachträglich auf ihre Ligazugehörigkeit, dürfen sie in der Regionalliga neu beginnen. Werden die Spielgruppen dadurch zu groß, sind auch die Teams auf Platz 9 oder besser zum Abstieg verdammt. „Eine Entscheidung darüber fällt aber erst Mitte des Jahres“, kennt Jugendkoordinator Nils Ruttmann die schwierigen Konstrukte im Regionalliga-Geschäft.

 

Sportlich hat die Liga bis dahin aber noch einige Höhepunkte im Abstiegskampf zu bieten.  Eine Entscheidung, welches Team am Ende den Gang in die Oberliga antreten muss, wird wohl erst am 14. April geklärt. 

Die restlichen Spiele
Die restlichen Spiele
Die aktuelle Tabelle
Die aktuelle Tabelle

2. Regionalliga Nord: 1. Herren unterliegen bei der BG Hamburg-West mit 82:95

von Jürgen Bohne (15. März 2018)

 

Das war kein optimaler Spieltag für die Bremerhavener Regionalliga-Herren. Erst die Niederlage beim Tabellenzweiten BG Hamburg-West, dann gewinnen auch noch die direkten Konkurrenten. Damit belegt das BSG-Team drei Spieltage vor dem Saisonende den neunten Platz und ist akut vom Abstieg bedroht.

„Wir haben das ersten Viertel komplett verschlafen und hatten keine Antwort auf Julian Schulz und Moritz Lütke-Schwienhorst“, resümierte Bremerhavens Coach Majdi Shaladi. Die beiden Hamburger brachten ihr Team  in dieser Phase fast im Alleingang auf die Siegerstraße. Nur Simon Macherski hielt mit sechs seiner insgesamt 16 Punkte dagegen.

 

Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erhöhten die Seestädter den Druck (20:33, 13. Minute). Hamburg erzielte sechs Minuten lang nur einen Feldkorb und war auch von der Freiwurflinie nur bedingt erfolgreich. Als Pascal Schimanski nach 18 Minuten seine eigenen Freiwürfe erfolgreich verwandelte, betrug der Rückstand nur noch fünf Punkte (33:38).

 

Die Wende? Nein, denn auf die Hamburger Reaktion war die BSG in den verbleibenden 120 Sekunden nicht vorbereitet. Elf Punkte in Folge rückten die Kräfteverhältnisse wieder zurecht. Beim Stand von 35:49 war nach 20 Minuten der alte 14-Punkte-Vorsprung für die Hanseaten wieder hergestellt.

 

In der Folgezeit lebte das Spiel von den Höhen und Tiefen beider Mannschaften. Mehr als Ergebniskosmetik war an diesem Tag nicht drin für das Bremerhavener Team. „Dafür fehlte meiner Mannschaft der letzte Wille“, befand Coach Shaladi. Für das BSG-Team, das mittlerweile von Platz 4 auf Platz 9 in der Liga durchgereicht wurde, beginnt nun das Zittern um den Klassenerhalt.

 

 

Drei Spiele bleiben noch, um dieses Szenario zu verhindern. Am kommenden Samstag (17. März,
15 Uhr, Walter-Kolb-Halle) empfängt die Spielgemeinschaft den Ligaprimus vom Eimsbütteler Turnverband. Mit den Spielen gegen BG Halstenbek/Pinneberg (10. Platz) und TS Einfeld (11) beenden die 1. Herren dann die Saison nach den Osterferien. Zwei Siege aus diesen drei Spielen  müssen noch eingefahren werden, um im günstigsten Fall den Kieler TB oder den TSV Kronshagen von den Plätzen 7 und 8 zu verdrängen. 

Oberliga Herren: BSG II unterliegt dem Vfl Stade II in letzter Sekunde mit 72:74

Von Jürgen Bohne (14. März 2018)

 

So hatten sich die Herren um Kapitän Dennis Dastan das letzte Saisonspiel nicht vorgestellt. Mit einem standesgemäßen Sieg wollte man sich aus der Spielzeit 2017-18 und von ihrem Coach Malte Scheper verabschieden. Sekunden vor der Schlusssirene hatten die BSG-Herren dann auch das Momentum auf ihrer Seite, doch ein Buzzer-Beater durch Stades Nikola Jovanovic sorgte letztendlich für lange Gesichter auf der Bank der Spielgemeinschaft.   Was war passiert?

Über 30 Minuten präsentierte sich die Heimmannschaft in guter Form und führte vor dem letzten Durchgang verdient mit zehn Punkten (60:50). Doch Stade hatte sich für den letzten Auftritt in dieser Saison viel vorgenommen. „Teamarbeit, kluges Passspiel und gute Entscheidungen beim Abschluss“, bescheinigte Gästecoach Jan-Christian Both seiner Mannschaft im finalen Abschnitt.

 

Punkt um Punkt kämpfte sich der Vfl heran und nach 36 Minuten lagen die Niedersachsen erstmalig wieder in Front. Jetzt folgte ein offener Schlagabtausch. Die Führung wechselte  bei jedem Angriff. Cengiz Dastan, Sadam Eco und Steffen Gorgas punkteten in dieser heißen Phase für die Spielgemeinschaft. Als dann Dennis Dastan auch noch mit seinen beiden Würfen von der Freiwurflinie erfolgreich blieb (72:71), konnte der Sieger nur BSG Bremerhaven heißen. Doch Stade hatte ja besagten Jovanovic auf dem Feld und der erzielte eben mit ablaufender Spielzeit drei seiner insgesamt 17 Punkte.

 

Für die BSG spielten: Cengiz Dastan (2 Punkte), Dennis Dastan (13, davon 1 Dreier), Sadam Eco (13), Artemis Efraimidis (1), Steffen Gorgas (6), Yannik Kairies (13), Ceyhan Pfeil (12, 4), Till Radtke (10), Florian Schröder (2) und Frerk Tietje

 

Beste Werfer beim Vfl Stade: Sergej König (20 Punkte) und Nikola Jovanovic (17)

 

Platz in der Spitzengruppe gesichert

Trotz der Niederlage bleibt dem zweimaligen Meister der Oberliga Niedersachsen/Bremen noch ein guter 4. Platz mit acht Siegen und acht Niederlagen. „Ein ganz großes Lob an das Team“, sagt Malte Scheper. „Es ist schwer eine Mannschaft über eine große Entfernung zu 100 Prozent zu übernehmen. Aber ich hatte viel Unterstützung vom Vorstand und vor allem von Dennis Dastan, der in meiner Abwesenheit einen super Job gemacht hat.“

 

Malte verabschiedet sich damit wieder in Richtung Vechta und wir sagen ebenfalls „Danke Coach“. Mal kurzfristig den Platz von Andreas Hasenkamm an der Seitenlinie übernehmen macht auch nicht jeder. 

Nach dem Spiel ging´s lecker essen. Mit dem Team und Gegner Stade. „So funktioniert Sport. Auf dem Court Kontrahenten, danach wieder Freunde“ (O-Ton Malte Scheper).


2. Regionalliga Nord: 1. Herren setzen sich mit 90:69 gegen die Kieler Sharks durch

von Jürgen Bohne (8. März 2018)

 

 

Endlich mal wieder volle Hütte auf der Bank der Regionalliga-Herren und die war auch notwendig gegen den Tabellennachbarn aus Kiel. Nur vier Punkte betrug der Vorsprung (58:54) zum Ende des dritten Viertels, doch dann explodierten die Gastgeber förmlich und brachten einen ungefährdeten 90:69 Heimsieg unter Dach und Fach.

Die ersten fünf Minuten gehörten den Gastgebern, denn Neuzugang Arnau Triginer sorgte mit acht Punkten am Stück für ein kleines Polster (13:10). Allerdings gingen die Hausherren in dieser Phase zu sorglos mit dem Topscorer der Sharks um. Center Yannick Pahl hielt sein Team mit elf seiner insgesamt 25 Punkten fast allein im Spiel (21:16, 10. Minute). Doch die Bremerhavener Akteure behielten die Nerven und auch die gut besetzte Bank machte sich bereits im zweiten Viertel bezahlt. Yannik Kairies übernahm jetzt die Verantwortung am gegnerischen Brett und mit seinen Punkten sorgte er nach 15 Minuten für die erste zweistellige Führung (31:21). Dieser Vorsprung schmolz allerdings bis zur Halbzeitpause wieder zusammen, denn Kiel nutzte konsequent die Einladungen von der Freiwurflinie (42:37).

 

Im zweiten Durchgang hatten die Gäste den besseren Start. Sieben Punkte in Folge sorgten für die erste Kieler Führung in diesem Spiel, doch die Gastgeber konnten sich an diesem Tag auf jeden einzelnen Akteur verlassen. Tjark Nyberg glänzte mit vier Punkten am Stück und holte damit die Führung zurück. Simon Macherski und der zweite Neuzugang in Reihen der BSG, Aaron Cook, hatten anschließend einen großen Anteil an der 58:54-Führung (30.).

 

Vier Dreier standen zu diesem Zeitpunkt auf dem Scoreboard der BSG. Sieben weitere sollten im abschließenden Viertel noch folgen. Pascal Schimanski und Klavs Krastins hatten jetzt mit jedem Wurf Erfolg. Bereits nach drei Minuten  war der alte zehn-Punkte-Vorsprung fast wieder hergestellt (67:58) und die beiden bewiesen auch in der Folgezeit ein lockeres Händchen. So zeichnete sich bereits Minuten vor dem Ende ab, wer an diesem Tag die Walter-Kolb-Halle als Sieger verlassen würde.

 

Für die BSG spielten: Ganiyu Awolola-Amuzat (2 Punkte), Aaron Cook (12, 2 Dreier), Yannik Kairies (9), Klavs Krastins (20, 4), Simon Macherski (10), Tjark Nyberg (9, 1), Pascal Schimanski (14, 3), Jannis Sonnefeld (2), Arnau Triginer (12, 2), Joshua Stehmeier und Bennett Kyeremeh

 

Durch den direkten Vergleich gegen die Sharks belegen die Seestädter mit 6:10 Punkten weiterhin Platz 8. Allerdings stehen vier Mannschaften von Kronshagen (Platz 7, 6:11 Punkte) bis Halstenbek/Pinneberg (10, 4:11) am Tabellenende dicht zusammen. Nur der TS Einfeld auf Platz 11 kann fast schon für die Oberliga planen.

 

Für die Spielgemeinschaft gilt es nun das schwere Restprogramm zu bewältigen. Vier Spieltage vor Schluss warten auf jeden Fall noch zwei Hochkaräter auf die Schützlinge von Majdi Shaladi. Am Samstag ist sein Team zu Gast beim Tabellenzweiten BG Hamburg-West. Am Wochenende darauf ist Spitzenreiter Eimsbüttel zu Gast in der Walter-Kolb-Halle.


2. Regionalliga Nord: Dezimierte BSG-Herren verlieren beim SC Rist Wedel II mit 54:83

Foto: Jürgen Schinke
Foto: Jürgen Schinke

von Jürgen Bohne (21. Februar 2018)

 

Auswärtsspiele bleiben die Achillesferse der 1. Herrenmannschaft. Sechs Niederlagen aus acht Spielen machen langsam Angst vor den Auftritten in fremder Halle. Doch jedes Mal hatten die Niederlagen nichts mit einem möglichen Leistungsgefälle beider Mannschaften zu tun.

 

So standen auch an diesem Wochenende die Vorzeichen schlecht. Gleich zehn Spieler fehlten Coach Majdi Shaladi aus unterschiedlichsten Gründen. Entsprechend klein und jung war dann auch der Kader, der für das Regionalligaspiel beim Farmteam des SC Rist Wedel antreten musste. Als sich dann auch noch David Behrje beim Aufwärmen verletzte, verringerte sich die Zahl der einsatzbereiten Spieler gar auf sechs.

„Trotzdem haben sich die Jungs gut präsentiert und 30 Minuten durchgehalten“, nimmt Shaladi einige positive Eindrücke mit aus dem Spiel. „Klavs (Krastins) war stark mit 30 Punkten bei einer überdurchschnittlichen Quote. Aber auch Yannik (Kairis) hatte mit sieben Rebounds, zwei Block Shots und vier Treffern bei sieben Wurfversuchen einen großen Anteil am guten Abschneiden bis zum Ende des dritten Viertels.“

 

Dann war allerdings die Luft raus im Bremerhavener Team. Wedel nutzte den Einbruch und setzt sich mit diesem Erfolg im oberen Tabellenbereich fest. Für das Bremerhavener Team wird dagegen die Luft nach unten ziemlich dünn. Nur noch Platz acht und ein deutlicher Rückstand von drei Spielen bis zum Mittelfeld setzen die Seestädter für die verbleibenden Begegnungen unter Druck.

 

Cook und Triginer ergänzen den Kader

Abhilfe von der personell angespannten Lage erhofft sich Shaladi durch die beiden Cuxhavener Spieler Aaron Cook und Arnau Triginer. Beide waren lange Zeit verletzt und können mit ihren Einsatzzeiten in der Regionalligamannschaft wieder Spielpraxis für das Profiteam sammeln. 

 

Für die BSG spielten: Ganiyu Awolola-Amuzat (2 Punkte), Alireza Bashiri (4), Kijanusch Holz (5, 1 Dreier), Yannik Kairies (8), Klavs Krastins (30) und Bennett Kyeremeh (5).

 

Samstag gegen Rostock

Am kommenden Samstag, 24. Februar empfangen die Seestädter den EBC Rostock um 15 Uhr in der Walter-Kolb-Halle. Das Hinspiel war eines der sechs Spiele mit negativem Ausgang. Damals lautete der Endstand 60:62. Revanche ist angesagt und um Anschluss an das Mittelfeld zu halten, ist ein Heimsieg fast schon Pflicht für das Bremerhavener Team. Allerdings kommen die Rostocker Talente mit breiter Brust und einer Empfehlung von drei Siegen aus den letzten drei Spielen nach Bremerhaven. Über eine lautstarke Unterstützung würden sich die Jungs bei ihrem Heimspiel daher sehr freuen. 


Oberliga Herren Nord: BSG 2 verliert Auswärtsbegegnung bei Bremen 1860 mit 82:102

von Jürgen Bohne (26. Januar 2018)

 

Fünf Minuten brauchten die Herren im Oberligateam der BSG, bis endlich auch die einfachen Dinge des Basketballspiels gelangen. Doch gegen den Spitzenreiter der Oberliga Herren Nord kann man sich diesen Durchhänger eigentlich nicht leisten. Folgerichtig lagen die Gastgeber von  Bremen 1860 mit 11:5 in Front.

 

 

Und diesen kleinen Vorsprung retteten die Bremer nicht nur über die Viertelpause (24:18). Nun hatte 1860 auch die Lücken in der Defense der Seestädter entdeckt und schraubten am Ergebnis. 37:23 nach 15 Minuten und 51:39 zur Halbzeit  - da war der Drops eigentlich schon gelutscht. 

Aber die Entschlossenheit der BSG-Spieler brachte noch einmal Schwung in die bis dahin einseitige Partie. Ceyhan Pfeil mit zwei erfolgreichen Dreiern und Jan Lipke mit einem Korbleger plus Bonusfreiwurf egalisierten das Ergebnis in der 26. Minute (58:58).

 

Doch die 1860er Florian Hollmann und der ehemalige Bremerhavener Spieler Marvin Wolde wollten den Sieg auf der Zielgeraden nicht mehr herschenken. Zwar konnten die Gäste aus der Seestadt in der 37. Minute den Spielstand noch einmal auf 91:80 verkürzen. Dann fehlte allerdings die Kraft und die Gastgeber brachten den Sieg mit einem 11:2 run sicher über die restliche Spielzeit.

 

Für die BSG spielten: Dennis Dastan (11 Punkte), Sadam Eco (5, 1 Dreier), Artemis Efraimides (4, 1), Steffen Gorgas (16, 1), Semin Kocan (2), Jan Lipke (19), Ceyhan Pfeil (12, 3), Till Rouven Radtke (11), Marvin Schomburg (2) und Florian Schröder.

 

Bester Werfer Bremen 1860: Mersudin Kosuta (19 Punkte), Florian Hollmann und Marvin Wolde je 18.

 

Am morgigen Samstag ist der Vfl Rastede zu Gast in der Bremerhavener Bogenhalle. Der Tabellennachbar der Spielgemeinschaft musste am vergangenen Wochenende eine empfindliche Schlappe gegen den Bürgerfelder TB (66:105) hinnehmen. Spielbeginn ist um 18 Uhr.


2. Regionalliga Nord: BSG I kann sich gegen Itzehoe II mit 94:80 durchsetzen

von Jürgen Bohne (23. Januar 2018)

 

Durch einen 94:80-Sieg gegen den Bundesliganach-wuchs aus Itzehoe festigt das BSG-Team in der 2. Regionalliga Nord ihren Platz im Mittelfeld. Acht kurzweilige Minuten dauerte das Spiel und die Hausherren hatten bis dahin alles im Griff (20:11). Doch dann geriet ausgerechnet Pascal Schimanski außer Kontrolle und damit fast auch das Spiel der BSG.

 

Ein Foulpfiff des Schiedsrichters gegen den BSG-Guard blieb nicht ohne Folgen. Laut und mit unschönen Worten beschwerte er sich über diese Entscheidung und forcierte damit letztendlich nicht nur ein technisches Foul, sondern sogar eine Disqualifikation. Seiner Mannschaft erwies er damit einen Bärendienst, denn die Eagles nutzten die daraus entstanden Verunsicherung bis zum Viertelende und verkürzten auf 24:22.

„Die Aufgabe für heute heißt cool bleiben“, versuchte Coach Majdi Shaladi wieder Struktur ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen und die Spieler folgten dieser Marschroute prompt.

 

Bereits drei Minuten später war der alte Vorsprung wieder hergestellt (34:24), doch ausgerechnet die beiden Ex-Bremerhavener Erik Nyberg (23 Punkte) und Fabio Galiano (40 Punkte) setzten in diesem Abschnitt die Akzente für die Gäste. 16 der insgesamt 18 Eagles-Punkte erzielten die beiden Spieler in diesen zehn Minuten. Begünstigt durch eine spielerische Auszeit der BSG brachten sie ihr Team erneut auf Schlagdistanz (42:40, 20. Minute).

 

Die Vorentscheidung zum Sieg fiel Mitte des dritten Viertels. Mit zwei wichtigen Dreiern in Folge erhöhten Till Radtke und Tjark Nyberg den Spielstand auf 54:48. Yannik Kairies und Jordi Schröder Bosch ließen gleich noch vier weitere Punkte folgen und schraubten das Ergebnis damit auf 58:48. Ein weiterer 8:0-Run vier Minuten vor Spielende sicherte schließlich endgültig den nächsten Heimsieg.

 

Coach Shaladi zeigte sich zufrieden mit Leistung seines Teams. „Meine Hochachtung an unseren jungen Nachwuchs, die alle mit viel Selbstbewusstsein dieses schwere Spiel absolviert haben. Vor allem Tjark auf der Guard-Position hat nach dem Ausfall von Kalle (Schimanski) einen sehr guten Job gemacht.“

 

Für die BSG spielten: David Behrje (3 Punkte, 1 Dreier), Yannik Kairies (5), Klavs Krastins (10), Simon Macherski (6), Menno Möller (10, 2), Tjark Nyberg (11, 1), Till Rouven Radtke (21, 4), Pascal Schimanski (5, 1), Jordi Schröder Bosch (19), Joshua Stehmeier (4), Bennett Kyeremeh

 

Am kommenden Samstag empfängt der Bramfelder SV die Seestädter um 16 Uhr im Johannes-Brahms-Gymnasium. Nach der knappen 81:84 Heimpleite möchten sich die Shaladi-Jungs diese verlorenen Punkte gern zurückholen. Ob dieses Vorhaben gelingt, hängt in dieser Saison allerdings nicht immer vom sportlichen Können ab. Rechtzeitig den Weg in die auswärtige Halle zu finden gestaltet sich mittlerweile als die größere Herausforderung für das Bremerhavener Team. Hoffen wir auf eine angenehme Fahrt bei normaler Witterung, ohne Verkehr und mit fahrtauglichen Transportmitteln.